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Dienstag, 15 Mai 2012 |
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Zu einem bunten Streifzug durch die Blasmusik entführte der Musikverein sein Publikum beim traditionellen Muttertagskonzert. Trotz des zeitgleich stattfindenden Fußballpokalendspiels lockte der musikalische Höhepunkt des Stollhofener Traditionsvereins gut 250 Besucher in die stilvoll geschmückte Festhalle.
Dynamisch-markant, in Teilen aber doch sehr melodiös, eröffneten die Stollhofener Blasmusiker ihr Jahreskonzert mit der Generartions-Fanfare. „Damit steht und fällt unser Konzert“, hatte Michael Fuder seinen Akteuren während der Probenarbeit ins Stammbuch geschrieben. Sehr konzentriert gingen die Trompeten und Flügelhörner in die ersten Takte. Von der ausgestrahlten Sicherheit des hohen Blechs bei der keineswegs einfach zu spielenden Triolenrhythmik getragen, antworteten die tiefen Register elanvoll und wuchtig. Den Stammbesuchern der Stollhofener Muttertagskonzerte war schon nach der Eröffnung klar: Michael Fuder hatte seine Leute gut eingestellt. Das spürten die „Fachbesucher“ unter den Gästen insbesondere bei der anspruchsvollen Komposition „Eiger: Journey to the summit“. Ähnlich tückisch wie sich für Bergsteiger die Nordwand des im Berner Oberland gelegenen Berges präsentiert, sahen sich die Musiker bei den melodiösen Parts und ihren dramatischen Kontrasten hohen musikalischen Anforderungen ausgesetzt. Nach dem Paso-Doble „El Cartero“ schlug die Stunde der Solisten beim Stollhofener Muttertagskonzert. Aus dem Repertoire der „Oberschwäbischen Dorfmusikanten“ interpretierten Katharina Nöltner und Nikolai Starke zunächst sehr schwungvoll das Tenorhorn-Trompetenduett „2-er Polka“, bevor Vera Eberhardt mit ihrer Piccolo-Flöte glasklare Töne beim Marschmedley „Piccolino“ entlockte. Waren die Herzen der Traditionalisten unter den Besuchern bei der Sammlung alter Militärmärsche noch gehüpft, schlugen sie beim Konzertmarsch „Mein Regiment“ regelrecht Purzelbäume. Insbesondere das Bass-Solo war mitreißend interpretiert.
Spannungsvolle Musik in kompakter Form gab es bei der Komposition „La Storia“ des Niederländers Jacob de Haan. Die aus vielen lyrischen und behutsamen aber auch aus voluminöser Dynamik und rasanten Tonfolgen bestehende Tondichtung verlangte von den Akteuren in der Vorbereitung einen überdurchschnittlichen Probenaufwand. Nach den musikalischen Ausflügen nach Mexiko mit „Children of Sanchez“ und die USA mit „American Graphity“, brillierte der erst 14-jährige Nachwuchsdrummer Benjamin Braun beim musikalischen Trommelfeuer „Ich und mein Schlagzeug“. Das insbesondere für die jüngeren Besucher stärkste Stück an diesem Abend war das Medley der erfolgreichsten Hits von Tom Jones. Rhythmisch und dynamisch in bestechender Form gelang den Akteuren auf der Bühne mit dieser anspruchsvollen Kompositon ein echter „Big-Point“. Titel wie „Delilah“ oder „Sex-Bomb“ aber auch der Country-Sound von „Green, Green Grass of Home“ waren mit viel Gefühl für den typischen musikalischen Charakter des stimmgewaltigen „Tigers“ gespielt. Danach kündigte die mit angenehmer Stimme stilvoll durchs Programm führende Barbara Gutmann junge und junggebliebene Tenorhornisten an. Das gesamte Register präsentierte sich bei den „Jungen Tenören“ als kompakte Einheit mit sauberer Intonation und genau taxierten Sechzehntelläufen. Beim Finale brannte Michael Fuder und sein Orchester ein regelrechtes „Polkafeuer“ ab, bevor insgesamt drei Zugaben ein rundum gelungenes Muttertagskonzert beendeten.
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Letztes Update ( Dienstag, 15 Mai 2012 )
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